Saint-Pierre

Saint-Pierre ist eine französische Gemeinde und Unterpräfektur von Martinique in der Region Martinique. Saint-Pierre liegt 31 km nördliche von Fort-de-France an der karibischen Küste im Südwesten des Berges Montagne Pelée. Seine Einwohner werden Pierrotains (auch Pierrotins geschrieben) und Pierrotines genannt.

Saint-Pierre befindet sich an der Küste des karibischen Meers auf einem leicht abschüssigen Gelände an einem Sandstrand und ist terrassenförmig angeordnet. Der Fluss Roxelane teilt den Ort in die beiden Teile Quartier du Fort (in Erinnerung an das ehemalige Vorwerk von Esnambuc) und das Quartier du Mouillage. Vor 1902 bestand die Stadt aus den drei Kirchengemeinden Fort, Centre und Mouillage, der Fluss stellte die Grenze der Kirchengemeinde Centre im Norden dar, die Straße Petit-Versailles bildete auf der geradzahligen Seite die Südgrenze.

Anfang April 1902 waren Rauchwolken über dem Gipfel von Montagne Pelée zu sehen, auf die ein Ascheregen und am 23. April ein Grollen aus der Tiefe folgten. Am 25. April wurden aus dem Gipfel Asche- und Felswolken geschleudert. Am 27. April, dem Tag der ersten Wahlrunde, breitete sich ein starker Schwefelgeruch in den Straßen von Saint-Pierre aus. Am 2. Mai sind starke Detonationen aus dem Berg und Erdbeben zu spüren, schwarzer Rauch verdeckte die Sonne. Trotz der beunruhigenden Ereignisse wünscht die Administration, dass der zweite Wahlgang stattfindet und die bekannten Persönlichkeiten der Stadt teilen sich je nach politischer Zugehörigkeit in zwei Lager – die einen stimmten für, die anderen gegen die Evakuierung der Stadt. Am 4. Mai nimmt der Ascheregen zu und die Straßen in den Norden werden von übertretenden Bächen abgeschnitten, wodurch unter der Bevölkerung ein Beginn von Panik entsteht und erste Bewohner die Stadt verlassen. Am 5. Mai drangen Lanzenottern in die Straßen von Saint-Pierre ein, die von der brennenden Asche aus den Hügeln vertrieben wurden, ihr tödlicher Biss tötete 50 Personen und mehr als 200 Tiere. Aus dem gleichen Grund wurde die Zuckerfabrik Guérin an der Mündung des Flusses Blanche von Myriaden von giftigen Ameisen und Tausendfüßlern überschwemmt und kurz darauf unter 6 m kochendem Schlamm begraben, es starben 25 Menschen. Zum gleichen Zeitpunkt zog sich das Meer um 100 m zurück und löste im unteren Teil von Saint-Pierre einen Tsunami aus. Dutzende Einwohner hatten Saint-Pierre bereits verlassen und es wurden Stimmen laut, die die vollständige Evakuierung der Stadt empfahlen. Aufgrund des für den 11. Mai anberaumten 2. Wahlgangs der Parlamentswahlen, dessen Verschieben zu kompliziert gewesen wäre, wurde von den Behörde keine Evakuierung veranlasst und die Würdenträger der Stadt, darunter Bürgermeister Roger Fouché, Gouverneur Mouttet, Marius Hurard, der Leiter der Zeitung Les Colonies und der Fabrikbesitzer Eugène Guérin, redeten die Gefahr klein. Am 8. Mai, dem Himmelfahrtstag, schoss um 7.52 Uhr eine glühende Wolke mit 670 kmh vom Vulkan auf Saint-Pierre zu. Diese Masse aus Gas und festen Elemente war mehr als 1000 °C heiß und tötete innerhalb weniger Minuten 26.000 Personen und zerstörte 40 Boote, die in der Reede vor Anker lagen. Der Häftling Cyparis überlebte die Katastrophe im Schutz der dicken Gefängnismauern. Auch der Schuster Léon Compère-Léandre soll sein Überleben dicken Mauern zu verdanken haben. Ein zweiter, noch stärkerer Ausbruch erfolgte am 20. Mai und zerstörte die Stadt endgültig.

An den Tagen nach der Zerstörung von Saint-Pierre durch den Berg Montagne Pelée organisierten Leute aus den Nachbargemeinden und von den benachbarten Inseln unter dem Vorwand der Suche nach Familienmitgliedern eine systematische Plünderung der Stadt. Eine weitere Plünderung wurde anschließend offiziell durch den französischen Staat eingeleitet, der vor allem das Gold und Barvermögen der Banken von Saint-Pierre sicherstellen wollte. Der Staat entsendet eine Kommission mit dem Auftrag, den an den Leichen befindlichen Schmuck einzusammeln und verspricht, diesen den Familien der Verstorbenen zurückzugeben, doch dieses Versprechen wird nicht gehalten. Die Menschen kommen nach Saint-Pierre, um Brunnen abzubauen und Marmor zu suchen, Statuen und Kanonen in ihren Besitz zu bringen. Die Stadt blieb trotz der zahlreichen Spenden noch mehrere Jahre von Asche bedeckt und Fort-de-France, ihre große Rivalin, war fortan die Wirtschafts- und Kulturhauptstadt der Insel. Die geschundene Stadt fiel unter die Bestimmungen des Gesetzes vom 15. Februar 1910 und wurde von der Karte gelöscht, das Stadtgebiet wurde der Verwaltung durch die Nachbargemeinde Carbet unterstellt. Dieses Gesetz erlaubt der empfangenden Gemeinde, das Vermögen der gelöschten Gemeinde zu veräußern und den Erlös aus dieser Auflösung zu behalten. So verlor Saint-Pierre einen großen Teil seines reichen archäologischen Erbes. Saint-Pierre wurde 1923 wieder zu einer Gemeinde und durchlief eine Wiederauferstehung aus Schutt und Asche. Der Wiederaufbau verlief schrittweise, aber sehr gründlich und die wiederaufgebaute Industrie- und Handelskammer zählt heute zu den schönsten Bauwerken der Insel.

Das Ministerium verlieh der gesamten Stadt 1990 das Label „Stadt der Kunst und Kultur“. Die Aktivität von Saint-Pierre ist vor allem auf Tourismus, und aufgrund der zahlreichen Schiffswracks vor der Küste, besonders auf Tauchen konzentriert.

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